Reichtum
Die Liebe allein versteht das Geheimnis,
andere zu beschenken
und dabei selbst reich zu werden.
- Clemens von Brentano
Die Liebe allein versteht das Geheimnis,
andere zu beschenken
und dabei selbst reich zu werden.
- Clemens von Brentano
Wenn ich mich selbst liebe und alle(s) andere(n) als “Gleich” – Teil des selben – sehe … wie könnte ich da nicht jede Pflanze, jedes Tier, jeden Stein und jeden Menschen der mit mir Teil der Natur ist ebenso lieben. Statt “Ich”-”Es” zu sprechen, spreche ich “Ich”-”Du” – erkenne das “Wesen” im “Es” – in allem anderen. Alles ist im Ökosystem miteinander verbunden, wie kann ich etwas destruktives tun, ohne mir selbst zu schaden?
Ich glaube das Universum ist unendlich, hat also weder Anfang noch Ende: dann gibt es auch nicht das Spannungsfeld der Veränderung dazwischen… wie kann ich nun etwas was einfach IST, sich nicht verändert, somit auch nichts tut als gut oder schlecht befinden… es IST einfach.
Wenn ich mich von meinem Ego – meinem Bedürfnis mich abzugrenzen, etwas Anderes sein zu müssen – lösen kann und mich ultimo damit selbst in meiner partiellen Ganzheit akzeptiere, weil ich mich als Teil eines Ganzen gelten lasse, habe ich das Fundament für fortwährendes Glück gebaut. Ohne Bedingungen, ohne Leistung, ohne Forderung oder Erwartung, und ohne Messen mich selbst zu lieben und zu akzeptieren wie es ist, ohne darüber zu richten, das gibt mir (Lebens-)Kraft die für mich Ursprung meines absoluten Vertrauens und grenzenlosem Optimismus ist.
Alles ist aus dem selben entsprungen und im Wesentlichen – der Essenz – gleich. Das Bewusstsein Teil eines Ganzen zu sein, dass Alles seinen Platz und seinen Zweck hat. Alles Leben – ob wir es nun mit unserem Verstand als “höher” oder “niedriger” (ver-/be-)urteilen mögen, steht in Zusammenhang: es gibt nichts was aus der Ein-heit fällt.
Jeder Diebstahl, jede Verletzung, jedes destruktives Verhalten jemand/etwas anderem gegenüber wird mir gegenüber – wenn auch vielleicht indirekt – die selben tragischen Folgen haben. Da dies für jeden Menschen gilt, folgt daraus für mich auch:
Jeder Mensch ist vom Kern her gut, und trifft die beste Wahl für sich und das Gesamte… (kleine Einschränkung
) unter allen Handlungsmöglichkeiten die ihm aufgrund seiner Glaubenssätze, seines Weltbildes, seines Fokus und dem Stand seiner Entwicklung sichtbar sind.
Das innere Befinden jedes Individuums ist so fundamental gleich zwischen “Ich” und “Du” dass ich mehr einer Gleichheit als einer Unterschiedlichkeit glauben vermag. Die Grenze und Unterscheidung zwischen uns Splittern ist nur eine des Verstandes: eine Kategorie um die Welt um uns in Struktur und damit Worten zu ordnen.
Die Wahrnehmung des Einzelnen unterliegt immer der Täuschung, da wir – wie auch mit der Zeit im Raum – unseren Verstand zur Filterung der Eindrücke verwenden, um mit dem unendlichen Reichtum an der uns umgibt umgehen zu können – ihn ganzheitlich zu erfassen nicht im Stande sind.
Kind warst Du nie – Konstantin Wecker
Ein hartes Wort, ein scharfer Ton,
ein strenger Blick
verschließt Dein Herz, Du rennst davon
in Dich zurück.
Dann bist Du unversöhnlich, nur
mit Dir allein.
Wie kommt man denen auf die Spur,
die schweigend schrein.
Erst als Du ihn im Traum verfluchtest,
wurde mir klar,
daß Dir der Vater, den Du suchtest,
nichts als der erste war.
Du warst sein Spielzeug, sein Vergnügen -
Kind warst Du nicht.
Er mag vielleicht die ganze Welt belügen -
sich selber nicht.
Du müßtest ewig weiterschweigen,
wenn Du entfliehst,
jetzt soll er sich der Welt so zeigen,
wie Du ihn siehst.
Du bist verstummt, er hat´s befohlen,
Dein Herz läuft leer.
Wenn Du Dich nackt siehst, ganz verstohlen,
schämst Du Dich sehr.
Ich glaube wir konstruieren diese nur, da wir mit unserem begrenzten Verstand nicht die Gesamtheit der Dinge im Raum über die Zeit hinweg erfassen können. Wenn das Universum und der Fluss der Zeit unendlich sind, können beide weder Anfang noch Ende haben – wie kann es da eine Richtung geben? Es zählt nur was wir im Moment – im Hier und Jetzt – erleben, dessen allumfassende Wahrheit wir am Leben selbst bemessen können. Das worauf wir unseren Fokus – unsere Konzentration – richten: ist für mich JETZT.
„Die Vision des Höchsten in unserer Seele ist unmittelbares Schauen und gründet sich auf keine Überlegungen oder Beweisführung der Vernunft wie auf die Übernahme überlieferter Glaubenssysteme.
Es zählt nur, was wir in der Sphäre der Unmittelbarkeit erleben und daraufhin dessen Wahrheit am Leben selbst nachprüfen.“
– Irgendwer, irgendwo, irgendwann
Erfolge ohne Anerkennung, sind wie Speisen ohne Gewürze:
sich machen satt, schmecken aber nicht.
- eine Seelenverwandte, vor vielen Jahren
ICH LIEBE/NEHME dich so, wie du bist, als denjenigen, der seinen eigenen individuellen Weg sucht, um in Beziehung zur Welt zu treten. Ich achte deine Entscheidung, so zu lernen, wie es sich für dich richtig anfühlt.
ICH WEISS, daß es wichtig ist, daß du der Mensch bist, der du sein willst, und nicht so, wie ich oder andere Menschen glauben, daß du «sein solltest». Ich bin mir bewußt, daß ich nicht weiß, was für dich am besten ist, obwohl ich das zuweilen zu wissen glaube. Ich stehe nicht an deinem Platz und sehe das Leben nicht von deiner Warte. Ich weiß nicht, was du lernen willst, wie du es lernen willst, mit wem und in welchem Zeitraum. Ich kann dein Leben nicht durch deine Augen sehen; wie sollte ich wissen, was du brauchst?
“In der Angst begegnet sich nicht dieses oder jenes, mit dem es als Bedrohlichem eine Bewandtnis haben könnte. [...] Das Drohende kann sich deshalb auch nicht aus einer bestimmten Richtung her innerhalb der Nähe nähern, es ist schon da – und doch nirgends, es ist so nah, daß es beengt und einem den Atem verschlägt – und doch nirgends.”
- Martin Heidegger, Sein und Zeit