Passion – Feuer – Leere
Heute im Web “drübergestolpert”:
NUR WER EINMAL „GEBRANNT“ HAT IST WIRKLICH „AUSBRENNBEDROHT“!
1. PHASEN DES BURNOUT NACH FREUNDENBERGER & NORTH (1994)
Es scheint vielschichtigste Symptome zu geben, sie treten unterschiedlich auf, vermischen sich und überlagern sich zeitweise sogar. Burnout ist immer als ein Prozess zu sehen, den man in Phasen unterteilen kann. Es gibt allerdings nicht den typischen Verlauf des Burnout-Syndroms.
Auf Basis von hervorragender Literatur (siehe Literaturliste im Anhang sowie im Internet unter Google – Burnout) verweise ich hier auf die wichtigsten Symptomstufen:
Vermehrtes Engagement – idealistische Begeisterung (oft verbunden mit Selbstüberschätzung), hoher Energieeinsatz und Überidentifizierung – welches von Erschöpfungssymptomen wie chronischer Müdigkeit oder Energiemangel begleitet wird. In dieser Phase hat der Mensch das grundlegende Gefühl, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Begleitend oft „grundlose“ Angst und beginnende körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Verspannungen etc.
Reduziertes Engagement – Der Phase des Überengagements folgt ein emotionaler, geistiger und verhaltensmäßiger Rückzug, ausgelöst durch die Erfahrung von Erfolg- und Machtlosigkeit, Problemen mit der Bürokratie und scheinbar mangelnde Anerkennung von Klienten/ Patienten etc. und von der sozialen Umwelt allgemein. Es kommt zum Verlust positiver Gefühle, zu Stereotypien (z.B. die sind doch alle gleich, Schuldzuweisung an Klienten od. Partner), zu einem allgemeinen Gefühl abzustumpfen oder härter zu werden, zu einer höheren Akzeptanz von Suchtmitteln sowie dem Verlust von Idealismus, in weiterer Folge zu mehr Krankheitstagen, innerer Kündigung und Verlust an Einfühlungsvermögen und menschlicher Wärme… Die Freizeitaktivitäten verflachen, nur mehr Sitzen vor dem Fernseher, um nicht in Kontakt mit sich selbst sein zu müssen.
In diesem Stadium machen sich Gefühle wie Ärger, Unzufriedenheit, Gereiztheit, und das Gefühl ausgenutzt, betrogen zu werden breit. Es folgt Flucht: evt. Arbeitsplatzwechsel, Drogen, Medikamente… Die körperlichen Beschwerden verstärken sich.
Emotionelle Reaktion: subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse, Insuffizienzgefühle, verringertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle auf Grund des Rückzuges, starke Stimmungsschwankungen, verringerte emotionale Belastbarkeit, Gefühl von innerer Leere, Bitterkeit, Apathie, Ärger und Aggressivität, Ungeduld, Reizbarkeit und Nervosität. Daraus entwickeln sich oft Konflikte mit Arbeitskollegen.
Abbau von geistiger Leistungsfähigkeit sowie Motivation und Kreativität. Konzentrationsschwäche bei der Arbeit, unsystematische Arbeitsplanung und -einteilung, Entscheidungsunfähigkeit, Schwarz-Weiß-Denken, Widerstand gegen alles Neue und Veränderungen, Dienst nach Vorschrift, …
Verflachung von gefühlsmäßigen Reaktionen, Gleichgültigkeit, allgemeines Desinteresse, Einsamkeit, übertriebene Bindung an eine bestimmte Person, …
Psychosomatische Reaktionen (diese können auch bereits zu Beginn des Burnout`s auftreten): Unfähigkeit zur Entspannung in der Freizeit, Schlafstörungen, Alpträume, Kopfschmerzen, vegetative Folgen (Herzklopfen, beschleunigter Puls…), reduzierte Immunabwehr …
Verzweiflung: Es kommt zu einer generell existentiellen Verzweiflung, die von den Gefühlen der Sinnlosigkeit des Lebens gekennzeichnet sind. Misstrauen tritt auf. Das Leben wird weitgehend mechanisiert. Der Zustand gleicht der einer Depression.
In manchen Büchern wird auch von einer „malignen“ (bösartig) Entgleisung geschrieben. Im Endstadium kann der Burnoutprozess entgleisen und zur Gewalt gegen sich selbst bis hin zum Suizid oder z.B. gegenüber Patienten führen (Lainz?).
Die Phasen könnte man folgendermaßen zusammenfassen:
1. Enthusiasmus
2. Stagnation
3. Frustration
4. Apathie
5. Burnout
[...]
gefunden auf: http://www.future.at/Newsletter-Artikel/0906_burnout.html
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