De tijd verlopt…

ACHTUNG: Meine Wohnung in Amsterdam ist derzeit zu vergeben!!!

Ja wirklich, gar nicht mehr lange und es ist schon ein gutes Jahr her, dass ich von Österreich nach Amsterdam gezogen bin – ein Auswanderer mit neuer Heimat wurde. Inzwischen habe ich die Eigenheiten der Leute in Noord-Holland kennengelernt, hab ein Stückerl der Niederlande zwischen Den Haag, Rotterdam, Haarlem und Utrecht gesehen, fühle mich auch schon richtig zu Hause – aber wo ist die Zeit hin verschwunden?

Oranje Welpjes

Mehr Arbeit als erwartet, da das mit der IATA (Flugbehörde) auch nicht so ganz hingehauen hat wie ich es mir zuerst erhofft hatte und ich (ja, wohl etwas frühzeitig und unter erschwerten Bedingungen – Du suchst das Finanzamt? Nein, den Belastingdienst :) ) mich wieder als IT-Consultant selbständig gemacht habe: eine Entscheidung, über die ich noch bis heute sehr froh bin.

Aber… es gab auch noch ein paar Möglichkeiten zwischendurch viele gute Freunde – als auch neue Bekannte – bei mir in meiner Wohnung in Amsterdam zu Besuch zu haben. Wo wir gerade dabei sind: Der Ausblick auf Schiphol und den Rest von Osdorp und Sloten – für Außenstehende eher unbekanntere Bezirke in Amsterdam – ist bis heute noch jede Nacht genauso überwältigend, wie als ich noch auf dem Estrich auf einer Matratze hausend, die Aussicht und damit verbundenes Freiheitgefühl erlebte.

Ausblick auf den Flughafen Schiphol

Ob nun Haarlem’s Hauptplatz um die Kerk, mit hunderten Menschen die einen Comicmarkt veranstalteten, der Koniginnendag an dem es so schien als hätten alle Einwohner der Niederlanden sich in Ihren Städten versammelt um hemmungslos 48Stunden in Orange gehüllt zu feiern, oder einfach das gemeinsame Anfeuern der Fußballteams, von mehreren verschiedenen Nationen Seite an Seite. Es ist unglaublich welchen Schalldruck doch so ein paar Einheimische beim gemeinsamen Schreien erreichen…

Auch die gedoogbeleid war gewöhnungsbedürftig, dann aber doch „befreiend“: Bei Rot über die Straße gehen/fahren, wenn grade keiner kommt. Bei Amtswegen in Amsterdam: nicht genau das richtige Dokumente, aber was ähnliches? Kein Problem. Die Philosophie hier: solange Du mich nicht störst oder in meiner Freiheit behinderst: mach was Du willst!

Was mich aber am meisten beeinflusst hat, ist die Freundlichkeit. Eine Stadt mit über 750.000 Einwohnern, und trotzdem: In der Tram (so ein Hybrid zwischen Schnellbahn und Bim) und auf der Straße: jeder lächelt Dich an. Du wirst angesprochen, und kannst auch mit jemand fremden ein Gespräch führen. Wie oft bin ich mal beim shag-gen (mir eine Zigarette bauen) in einer Haltestation mit einem Wildfremden zu einen lockeren Plausch gekommen – wodurch die Wartezeit wie im Flug vergangen ist. Ich tue mir heute noch in der Ubahn/Strassenbahn von Wien schwer, wie alle anderen irgendeinen starren Punkt im Raum zu fixieren, anstatt mit Leuten Augenkontakt zu halten.

Gracht in Amsterdam bei Nacht

Jaja… viele Eindrücke. Haben mich alles in Allem etwas toleranter und flexibler gemacht – vielleicht mich sogar schon ansatzweise verstehen lassen, was KULTUR denn so eigentlich ist… ich bin froh es gemacht zu haben!

RSS feed | Trackback URI

Comments »

No comments yet.

Name (required)
E-mail (required - never shown publicly)
URI
Your Comment (smaller size | larger size)
You may use <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> in your comment.